Fighting Fantasy und CYOAs als Computerspiele

Was habe ich mich gefreut als ich gesehen habe, dass es Fighting Fantasy und andere CYOA Spiele auf Steam gibt. Als ich dann auch den ersten Trailer von Tin Man Games zu „The Forest of Doom“ gesehen habe war ich aus dem Häuschen.

Ich denke, es gibt einige die meinen Ethusiasmus teilen können: für mich waren CYOA-Bücher, also „Choose your own adventure“-Bücher oder auch Abenteuerspielbücher schon immer faszinierend. Besonders die Fighting Fantasy Reihe hat es mir angetan und „Deathtrap Dungeon“ habe ich nach dutzenden malen immer noch nicht durchgespielt – ich rede hier von dem Buch, nicht vom Playstation-Spiel (für das Spiel hätte ich heute immer noch gerne mein Geld zurück).

Was macht man denn eigentlich bei diesen Spielen, die es jetzt auch bei Steam gibt und die eigentlich Bücher sind?

Meine Ausgabe von Deathtrap Dungeon mit dem wichtigen Spielmaterial

Tja, genau das, was man auch in den Büchern gemacht hat: man liest einen Text, trifft Entscheidungen, bestreitet Kämpfe und überlebt – hoffentlich – tödliche Fallen. In den Büchern wurde man bei Entscheidungen immer aufgefordert zu einer besonderen Seite oder einem nummerierten Paragraphen zu wechseln. Dort stand dann wie es mit der Geschichte weiterging. Bei Kämpfen und anderen Begebenheiten kamen dann Würfel zum Einsatz, die über Sieg oder Niederlage (und damit meist dem Tod) entschieden. Ich habe heute noch in Erinnerung wie ein Rock Grub meinen ersten Charakter einen Kopf kürzer gemacht hat – im Nachhinein war es auch eine doofe Entscheidung in das Loch zu gehen, aber man lernt ja.

Welche Spiele gibt es denn derzeit auf Steam, die ich klasse finde?

  1. Die Sorcery! Reihe von inkle Ltd – eigentlich einer meiner Lieblinge im Fighting Fantasy Bereich, leider mit einem anderen Kampfsystem in der digitalen Version. Story ist klasse, Spielsystem eigentlich auch, aber der Kampf ist irgendwie wie Stein-Schere-Papier – irgendwann in naher Zukunft folgt ein ausführlicher Spielbericht für die 4-teilige Spielreihe.
  2. Joe Dever’s Lone Wolf HD Remastered scheint eine gute Umsetzung der Spielbücher um „Einsamer Wolf“, dem letzten der Kai-Lords zu sein. Steht auf meiner Wunschliste und ist eventuell auch ein Kandidat für ein Let’s Play. Dazu aber unten mehr.
  3. Die Spiele von Tin Man Games. Die wohl getreueste Umsetzung von Spielbüchern die ich bisher gesehen habe. Unter anderem das oben bereits erwähnte „The Forest of Doom“, „Cavern of the Snow Witch“, „Appointment With FEAR“ (Superhelden) und ganz neu „The Warlock of Firetop Mountain“ – bei dem Tin Man Games sich selbst übertroffen haben.

Warum es wohl keine Let’s Plays geben wird?

Die Spiele sind meines Wissens nach nur auf Englisch verfügbar und Übersetzungen sind nicht geplant. Es gibt unmengen an Text zu lesen und dann die Entscheidungen zu treffen. Das alles macht das moderieren eines Let’s Plays doch schon ein wenig schwierig. Ich würde zwar behaupten, dass mein Englisch recht gut ist, doch strengt das direkte übersetzen der Texte doch auch ein wenig an. Da es sich von der Textlänge dann doch schon um kleine Romane handelt, käme ich mir dann schon wie ein richtiger Erzählonkel vor.

Das oben erwähnte Lone Wolf ist hier zwar von den Texten keine Ausnahme, das Spiel hat jedoch graphisch sehr viel zu bieten – vor allem die Kämpfe gefallen mir sehr gut – vom Handling her kann ich das noch nicht beurteilen. Wer sich für die Geschichten um „Einsamer Wolf“ interesiert und Nostalgie-Feeling beim spielen ohne Computer haben möchte – die Abenteuerspielbücher gibt es in gedruckter Form seit ein paar Jahren auch in deutscher Übersetzung beim Mantikore-Verlag.

 

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